Zurück zum Blog
Kurse & Workshops

Die richtige Vorbereitung auf einen Malkurs: Checkliste für Öl und Acryl

· Farid Ismayilov

Die richtige Vorbereitung auf einen Malkurs: Checkliste für Öl und Acryl

Eine gute Vorbereitung auf einen Malkurs ist einfach: Lesen Sie die Kursbeschreibung genau, klären Sie, welches Material gestellt wird, ziehen Sie Kleidung an, die Farbe abbekommen darf, und bringen Sie – falls gewünscht – eine gut gewählte Fotovorlage mit. Dann können Sie sich im Kurs ganz auf das Malen konzentrieren.

In diesem Beitrag finden Sie eine praktische Checkliste für Öl- und Acrylmalkurse. Sie gilt allgemein; was in einem bestimmten Kurs mitzubringen ist, steht immer in der jeweiligen Kursbeschreibung.

Vorbereitung auf einen Malkurs: Zuerst die Kursbeschreibung lesen

Der wichtigste Schritt kostet nur fünf Minuten. In der Kursbeschreibung steht in der Regel, welche Technik verwendet wird, ob Vorkenntnisse nötig sind und welches Material Sie selbst mitbringen sollen. Achten Sie besonders auf diese Punkte:

  • Technik: Öl, Acryl, Mischtechnik, Kohle oder Ton?
  • Material: Wird es gestellt, teilweise gestellt oder bringen Sie alles selbst mit?
  • Motiv: Gibt es ein festes Thema, oder sollen Sie eine eigene Vorlage mitbringen?
  • Format: Gibt es eine empfohlene Leinwandgröße?

Wenn etwas unklar ist, fragen Sie vorher nach. Das ist besser, als mit dem falschen Material vor der Staffelei zu stehen.

Materialcheckliste für einen Acrylmalkurs

Wenn Sie Ihr Material selbst mitbringen, hat sich für Acryl folgende Grundausstattung bewährt:

  • Acrylfarben: Titanweiß (gern eine größere Tube), ein helles Gelb, ein warmes und ein kühles Rot, Ultramarinblau, gebrannte Siena oder ein anderer Erdton, eventuell Schwarz.
  • Pinsel: einige Flach- und Rundpinsel in verschiedenen Größen, Synthetikhaar oder Borste.
  • Malmesser oder Spachtel: praktisch zum Mischen und für pastose Strukturen.
  • Malgrund: grundierte Leinwand oder Malkarton im angegebenen Format.
  • Palette: eine Kunststoffpalette, ein Teller oder Palettenpapier.
  • Wasserbehälter: zwei Gläser – eines zum Auswaschen, eines mit sauberem Wasser.
  • Sprühflasche: hält die Farbe auf der Palette länger feucht.
  • Küchenrolle oder Baumwolllappen.

Materialcheckliste für einen Ölmalkurs

Für Ölfarben ist die Grundausstattung ähnlich, aber es kommen Malmittel und Reinigung hinzu. Eine ausführliche Erklärung zu jedem Material finden Sie im Beitrag Ölmalerei für Anfänger: Was brauche ich für meinen ersten Versuch?.

  • Ölfarben: eine begrenzte Palette aus Weiß, Gelb, Rot, Blau und Erdtönen genügt.
  • Pinsel: Borstenpinsel für den Farbauftrag, ein paar weiche Pinsel für feine Übergänge.
  • Malmittel: etwa Leinöl oder ein fertiges Malmittel – nur nach Angabe der Kursleitung.
  • Verdünnung und Pinselreinigung: Fragen Sie vorher, ob Lösungsmittel im Kursraum erlaubt sind. Oft sind geruchsarme Produkte gewünscht, oder Pinsel werden mit Öl und Seife gereinigt.
  • Verschließbares Glas für gebrauchte Reinigungsflüssigkeit.
  • Lappen: reichlich, am besten aus Baumwolle.
  • Malgrund: grundierte Leinwand oder Malplatte.

Wichtig beim Transport von Ölbildern

Ölfarbe ist nach einem Kurstag noch lange nicht trocken. Planen Sie ein, wie Sie das nasse Bild nach Hause bringen: zum Beispiel flach im Kofferraum, mit Abstandshaltern oder in einem Karton, in dem die Malfläche nichts berührt.

Unsicher, welche Farbart besser zu Ihnen passt? Dann lesen Sie vorab Öl oder Acryl: Welche Farben eignen sich besser für Anfänger?.

Die richtige Kleidung

Farbe findet ihren Weg auf Ärmel und Hosenbeine – das gehört dazu. Acrylfarbe ist nach dem Trocknen kaum noch aus Textilien zu entfernen, Ölfarbe hinterlässt hartnäckige Flecken.

  • Kleidung, die schmutzig werden darf, oder eine Malschürze bzw. ein altes Hemd darüber.
  • Bequeme, geschlossene Schuhe – oft steht man lange an der Staffelei.
  • Kleidung im Zwiebellook, falls der Raum für das Trocknen gelüftet wird.
  • Lange Haare zusammenbinden, Schmuck an den Händen ablegen.

Fotovorlagen: So wählen Sie das richtige Motiv

Bei vielen Kursen können Sie ein eigenes Motiv mitbringen, etwa für ein Porträt oder ein Tierbild. Eine gute Vorlage erleichtert die Arbeit enorm.

Woran Sie eine gute Fotovorlage erkennen

  • Klares Licht: eine deutliche Lichtquelle von der Seite, keine flache Blitzbeleuchtung.
  • Gute Auflösung: Details sollten auch beim Vergrößern erkennbar sein.
  • Einfache Komposition: ein Hauptmotiv, ein ruhiger Hintergrund.
  • Bei Porträts: das Gesicht groß im Bild, Augenhöhe der Kamera ungefähr auf Augenhöhe der Person.

Drucken Sie die Vorlage am besten aus, etwa im Format A4. Ein Ausdruck lässt sich neben die Leinwand legen, mit einem Raster versehen und ist nicht von Akku oder Bildschirmhelligkeit abhängig. Bringen Sie zusätzlich die digitale Datei mit, falls Sie Details vergrößern möchten.

Ihr Arbeitsplatz im Kurs – und zu Hause

Im Kursraum sind Staffeleien und Tische meist vorhanden; ob das so ist, steht ebenfalls in der Kursbeschreibung. Kommen Sie ein paar Minuten früher, um Ihren Platz in Ruhe einzurichten: Licht von der Seite, Palette auf der Seite Ihrer Malhand, Wasser oder Malmittel in Reichweite.

Wenn Sie nach dem Kurs zu Hause weitermalen möchten, genügt ein heller Platz am Fenster, eine abwaschbare Unterlage und ein Ort, an dem nasse Bilder ungestört trocknen können. Bei Ölfarben ist ein gut gelüfteter Raum wichtig.

Mentale Vorbereitung: Mit offenen Erwartungen kommen

Die beste Vorbereitung ist nicht nur eine volle Tasche, sondern auch eine entspannte Haltung. Ein Kurs ist ein Ort zum Ausprobieren. Nicht jedes Bild muss am Ende fertig oder perfekt sein – wichtiger ist, was Sie dabei gelernt haben.

Denken Sie außerdem an Kleinigkeiten: etwas zu trinken, einen Snack für die Pause und eine Tüte für Abfall und benutzte Lappen.

Häufige Fragen

Muss ich zu einem Malkurs eigenes Material mitbringen?

Das hängt vom Kurs ab. Manche Kurse stellen das Material, bei anderen bringen Sie es selbst mit. Die Kursbeschreibung gibt darüber Auskunft.

Wie groß sollte die Leinwand sein?

Halten Sie sich an die Empfehlung der Kursleitung. Für Anfänger sind mittlere Formate gut geeignet: groß genug für freie Bewegungen, klein genug, um in der Kurszeit voranzukommen.

Wie bringe ich ein nasses Ölbild nach Hause?

Flach liegend, mit der Malfläche nach oben und so gesichert, dass nichts die Oberfläche berührt – zum Beispiel in einem passenden Karton.

Was mache ich, wenn ich etwas vergessen habe?

Sprechen Sie die Kursleitung an. Oft lässt sich mit etwas Improvisation eine Lösung finden.

Fazit: Gut vorbereitet malt es sich freier

Mit einer kurzen Vorbereitung auf einen Malkurs – Kursbeschreibung lesen, Material prüfen, passende Kleidung, gute Fotovorlage – gewinnen Sie im Kurs Zeit und Ruhe für das Wesentliche: das Malen selbst.

Ein passender Kurs für Öl, Acryl oder Mischtechnik? Auf der Seite Malkurse und Workshops finden Sie meine aktuellen Angebote – unter anderem in der Kunsthalle Eil-Porz in Köln.

Bildergalerie

Aus einem Malkurs mit Farid Ismayilov
Aus einem Malkurs mit Farid Ismayilov
Aus einem Malkurs mit Farid Ismayilov
Aus einem Malkurs mit Farid Ismayilov
Aus einem Malkurs mit Farid Ismayilov
Aus einem Malkurs mit Farid Ismayilov